Flaschen-Fotografie

Hier mal ein kleines Making-of zu etwas, das ich schon lange mal ausprobieren wollte.

Die Grundidee für die Beleuchtung habe ich vor einiger Zeit mal irgendwo im Internet aufgeschnappt. Seitdem hatte ich die Idee, das Gleiche mit meinen Lieblings-Cola-Flaschen, der Afri Cola, einmal auszuprobieren.

Vom Design her, finde ich die Flaschen einfach nur gut gemacht. Simpel aber ästhetisch und dabei noch gut zu halten!

Erstmal musste schwarzer Karton her. Gibt’s z. B. bei Amazon. Nicht mega günstig, aber immerhin frei haus.

Dann braucht man noch einen Schuhkarton oder irgendetwas ähnliches.
In den Deckel das Kartons habe ich ein größeres Loch geschnitten. Darauf kommt dann ein Stück Karton mit einem Loch in Form der Flaschensilhouette.

In den Karton habe ich dann einen meiner Yongnuo Blitze gestellt. Mit der Stärke muss man etwas experimentieren.
Falls der Karton innen dunkel ist, ihn am besten mit etwas hellem oder Alufolie auskleiden, da man den Blitz sonst ganz schön hoch drehen muss. Bei mir war er relativ dunkel, darum hatte ich den Blitz am Ende fast auf voller Leistung.

Die eigentliche Flasche habe ich eine halbe Stunde vorher in den Eisschrank gepackt, damit sich ein wenig Kondenswasser bildet.
Falls jemand einen guten Tipp hat, wie man feine Tröpfchen hin bekommt, ohne die Flasche vorher runterzukühlen, immer her damit!

Vor den präparierten Karton kommt nun ein weiteres schwarzes Blatt des Fotokartons und darauf die Flasche.

Von vorne beleuchte ich die Flasche mit einem weiteren Blitz, der auf 105mm steht und am Reflektor zusätzlich abgetaped ist, um nur ein kleinen Streifen zu beleuchten.

Damit sich der Blitz nicht zu sehr spiegelt oder den Hintergrund beleuchtet, muss er ziemlich genau von oben kommen. Hier ist etwas probieren und kontrollieren angesagt.

Wie es aussieht, wenn man die Flasche nur mit dem Frontblitz beleuchtet. Bzw., wenn dem Frontblitz, wie bei mir, die Batterien ausgehen… seht ihr zur rechten 😉

Nett, aber doch noch etwas langweilig.

Mir fehlte gerade das passende Stativ zur Hand, also musste mein Gorillapod auf der Küchentheke herhalten um den Blitz in den richtigen Winkel von oben zu bringen.
Eine etwas abenteurliche Konstruktion, aber muss ja nicht hübsch aussehen.

Nun muss man noch etwas mit den Blitzstärken experimentieren. Ich habe ein paar Varianten mit Blende 8 bis 10 und ISO 100 bis 200 ausprobiert.
Der Blitz in der Box war meine ich auf 1/2 und der von vorne bei ca 1/32.
Tesafilm sollte man lieber etwas versteckter anbringen als ich, so kann man sich etwas Stempelei in der Nachbearbeitung sparen.

Als zweite Flasche musste dann noch meine Nachbarschaft dran glauben.
Herforder Pils der Herforder Brauerei. Die Brauerei liegt von meinem Wohnort quasi in Sichtweite, somit hab ich natürlich immer ein Fläschchen im Haus 😉

Bei der Herforder Flasche musste dann noch ein bisschen Photoshop ran, da der Ausschnitt natürlich nicht mit der Afri Form übereinstimmte und ich keine Lust hatte, nochmal umzubauen. Daher auch die Leicht andere Perspektive.

Die Ergebnisse inkl. Exif Daten findet ihr auf meinem Flickr Account.

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