New York: Tag 0-1, erstmal ankommen

Wie schon mal kurz angedroht, hier nun der erste New York Beitrag.
Noch mit recht wenigen Fotos – erst mal ankommen war angesagt – dafür mit umso mehr Text.

Meistens fällt es nicht immer leicht, sich Zeit für die Fotografie zu nehmen. Ich für mich merke aber, dass es meinen Fotos gut tut, mich wirklich auf die Fotografie konzentrieren zu können.
Gelegenheiten, wo man die Kamera mal eben so mitnimmt, bieten sich häufiger, die Aufmerksamkeit  aber, liegt dann doch mehr auf anderen Dingen.

Im Sommer habe ich zum ersten mal an einem reinem Foto Workshop teilgenommen, bei dem der Spaß und die Fotografie im Vordergrund standen.
Organisiert wurde das Ganze unter anderem von Sascha Uding, den ich noch aus Schulzeiten kannte. Ich hoffe, ich komme später mal dazu ein kleines Workshop Review zu schreiben. Wer in der Zwischenzeit an Fotografie Workshops in OWL interessiert ist, sollte bei http://www.owl-fotoworkshop.de/ vorbeischauen.

Warum schweife ich vom Thema ab? Weil Zeit mit reiner Konzentration auf Fotografie, zumindest für mich als Hobby Fotografen, doch sehr selten ist.
Im Rückblick auf den Workshop kann ich ganz klar sagen, da hätte ich gerne mehr von.

Schon länger hatte ich die Idee mal Reise und Foto zu verbinden.
Also nicht, wie üblich, Urlaub mit Urlaubsbildern, sondern gezielt eine Reise mit Fokus auf die Fotografie.

New York stand schon länger auf meiner „Da müsste man mal fotografieren“ Liste. Glücklicherweise ergab sich dann gegen Ende des Jahres die Gelegenheit eine knappe Woche dort zu verbringen.

Da weder Freundin noch Freunde Zeit und oder Geld hatten, um sich kurzfristig anzuschließen, hieß es alleine zu reisen.
Bietet sich in New York nicht unbedingt an, da die Hotelpreise schon tüchtig sind. Außerdem bucht man sowieso immer mindestens ein Doppelzimmer, weswegen die Übernachtungskosten gleich bleiben. Egal ob man jetzt alleine oder zu zweit fährt.

Als geiziger preisbewusster Lipper, ist es mir zum Glück gelungen ein ganz gutes Angebot zu finden und ein relativ preiswertes Zimmer in guter Lage zu ergattern.
Im Yotel New York, nicht allzu weit weg vom berühmten Times Square. Ein relativ neues, recht durchgestyltes Hotel.
Wichtig für die Kommunikation nach Hause: WIFI inklusive!

Reisezeitraum war die letzte November Woche. D. h. inklusive Macys Thanksgiving Parade und Black Friday, dem „härtesten“ Shopping Tag in den USA.
Irgendwie muss man sich die Ausgaben für so eine Reise ja schön rechnen. Und bei den Black Friday Angeboten kriegt man am Ende quasi wieder Geld raus 😉
Weiterer Pluspunkt zu der Zeit: Die ersten Weihnachtsdekorationen sind schon installiert und bieten schöne Foto Gelegenheiten. Einzig der berühmte Rockefeller Christmas Tree wird erst am Mittwoch nach Black Friday erleuchtet. Leider ein paar Tage zu spät.

Flug gab‘s von Singapore Airlines. Die zum Zeitpunkt der Buchung ähnlich günstig waren, wie die billig Konkurrenz von Delta. Jedoch garniert mit dem Bonus, Airbus A380 fliegen zu dürfen.
Auch die Abflugzeiten waren deutlich günstiger als bei den Alternativflügen. Morgens ankommen und abends zurück fliegen sollte bei den Hotelpreisen immer das Ziel sein.

Flug stand also, Hotel auch. Dazu noch den Zug zum Flug gebucht. Eigentlich eine sehr nette Sache, da man ohne Zugbindung vor- und nach dem Flugtermin quer durch Deutschland reisen kann. Blöd ist nur, dass es in den meisten Zügen kaum Platz für große Koffer gibt.

Da die Verbindung von Köln nach Frankfurt ziemlich gut ist, beschloss ich, den Samstagabend vor dem Flug noch für einen Freundesbesuch in Köln zu nutzen. Ein Entschluss, der mir einen leichten Kater während des Flugs und Schlafmangel am Anreisetag bescheren sollte 😉

Etwas mulmig war mir beim Gedanken, dem automatisierten Koffersystem am Kölner Bahnhof meine ganze Foto Ausrüstung anzuvertrauen. Da man aber immer wieder von Geld, Gold und sonstigen Wertsachen hört, die in Schließfächern gefunden werden, scheint mir doch diese Alternative gar nicht mal so unsicher zu sein.

Trotz kleinerer Bedenken partybedingt meinen Zug vielleicht nicht zu erreichen, saß ich dann doch rechtzeitig im ICE Richtung Frankfurt.
Für Zugreisende scheint Singapore Airlines einen ganz guten Standort in Frankfurt zu haben. Jedenfalls war ich nicht viel später nach Ankunft am Check In und bald auch schon am passenden Gate.

Boarding ging auch fix. Hier kann ich einen Sitzplatz im Upper-Deck des A380 sehr empfehlen. Verhältnismäßig viel Platz und man darf in der Economy Class zuerst rein und auch wieder raus.
Auf dem Flug selbst einen sehr netten Amerikaner als Sitznachbarn gehabt, der passenderweise auch noch aus New York stammte.
Unterhaltung während des Flugs war also gesichert, da sich Ron als sehr gesprächig entpuppte und in der Musikindustrie tätig ist.
Seine Tanzskills scheinen meine um astronomische Prozentpunkte zu übersteigen, denn er hat schon für und mit Mariah Carey, Fall Out Boy und andere getanzt/gearbeitet. Macht aber inzwischen wohl mehr in Musik.
Als Amerikaner würde ich sagen „How cool is that“?! Was für eine Einstimmung auf Big Apple New York.

Die Flugreise selbst ging schneller als geplant und war bis auf einen sehr windigen JFK Anflug auch ohne besondere Vorkommnisse.
Beim Aussteigen machte sich das Upper-Deck wieder positiv bemerkbar, so dass ich sehr schnell aus dem Flieger war und auch bei der Immigration das Tempo hoch halten konnte.
Laut meinem Sitznachbarn Ron waren einige der Immigration Schalter nagelneu. Dadurch gab es trotz voll besetztem A380 eigentlich kaum Wartezeit.

Schneller als erwartet auf New Yorker Boden angekommen stellte sich nun die Frage der Transfermöglichkeit ins Hotel.
Die Alternativen sind reichlich, vom klassischen New Yorker Taxi, bis zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder spezialisierten Transfer-Mini-Bussen.
Vorher noch schnell ein wenig Bargeld besorgen. Da sollte man, die passende Kreditkarte vorausgesetzt, immer den überall vorhandenen Automaten den Vorzug geben, anstatt eine der Wechselstuben zu bemühen. Nach meiner Erfahrung sind die Gebühren und Kurse am Automaten deutlich günstiger.
Eigentlich hatte ich geplant einen der Kleinbusse zu buchen, die regelmäßig zwischen Manhattan und den großen Flughäfen verkehren.  Da teilt man sich den Bus mit mehreren Personen, wird aber auch direkt zum Hotel gebracht, wenn es nicht total außerhalb von der Kernstadt liegt.

Mein körperlicher Zustand näherte sich allerdings dann doch eher einem Faultier mit Schlafentzug und am Vorabend zu viel Tollkirschen an. Deshalb beschloss ich, stilecht eins der New Yorker Taxis zu nehmen und mich schnell und entspannt direkt am Hotel absetzen zu lassen.

Kurz den Taxi Fahrer gefragt, ob ich denn während der Fahrt schon ein paar Fotos machen könnte: no problem“, die Antwort. Zwischendurch gibt es mal ein Stück, wo es absolut verboten ist Fotos zu machen, Ansonsten aber eine gute Gelegenheit noch ein wenig mit der neuen Sony Kamera warm zu werden.Größtenteils war ich dann aber doch zu sehr mit beeindruckt dreinschauen beschäftigt, um allzu viele Fotos zu schießen.
Kurze Zeit, und ein paar schöne Flüche des Taxifahrers, später im Hotel angekommen, war ich durch die wenigen Wartezeiten erfreulich früh dran.
Eigentlich sogar zu früh für die offizielle Check In Zeit, mein Zimmer war aber zum Glück trotzdem schon bezugsfertig. Schnell mal aus dem Fenster geschaut… Genialer Blick! Das Panorama ist übrigens über die integrierte Panorama Funktion der A7R erstellt.
Mein Köper wollte mir glaub ich mitteilen, dass Schlaf keine so schlechte Idee wäre. Mein Verstand sagte aber natürlich nein. Viel zu viel zu entdecken und noch mindestens eine Tagesaufgabe vor mir.

Ich wollte unbedingt noch am ersten Tag einen Metabones Adapter für die Sony A7R kaufen, um meine gesammelten Canon Objektive vollwertig an der Kamera betreiben zu können.
Glücklicherweise hat B&H, der wohl bekannteste Foto Laden, auch Sonntags geöffnet. Also über das Hotel WLAN den Weg gecheckt und nichts wie hin.

Bei B&H angekommen stellt man ziemlich schnell fest, man ist im Fotografen Wunderland angekommen. So ziemlich jede größere und kleinere Marke mit Testmodellen vertreten. Dazu Zubehör noch und nöcher. Da muss man sich schon ganz schön zurück halten, nicht zu viel Geld auszugeben.
Aber ich wusste ja, was ich wollte. Mir über das urige Wartesystem einen Berater gesucht und direkt nach dem Adapter gefragt. Dann die Ernüchterung. NICHT VORRÄTIG.
Damit hatte ich jetzt irgendwie nicht gerechnet, hatte ich doch die Woche zuvor noch übers Internet die Verfügbarkeit überprüft.
Bestellen ginge wohl, würde aber zwei bis drei Tage dauern. Zu lange für mich.

Nur gut, dass es in New York natürlich nicht nur einen Foto Laden gibt. Meine Alternative hatte allerdings leider am Sonntag zu. Damit musste ich die Aufgabe wohl oder übel auf den nächsten Tag verschieben.

Den Rest des Tages verbrachte ich dann damit, die Umgebung meines Hotels zu erkunden. Siehe da, ein bisschen Heimat in direkter Nähe des Hotels.Weiter ging es dann Richtung Times Square. Wow! Viel bunt und viel schnell. Man weiß zu Anfang gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.

Das legt sich aber zum Glück, wenn man ein bisschen Orientierung gewonnen hat. Man erkennt, dass der eine Mc Donalds Laden doch etwas  anders ausschaut, als der, vor dem man vor zwei Minuten gestanden hat.

Zum Abschluss noch schnell meinen vorbestellten New York Pass abholen und etwas essbares organisieren. Der New York Pass erlaubt den vergünstigten Eintritt in allerlei Sehenswürdigkeiten. Lohnt sich, falls man eh plant die Sachen zu besuchen und man kann nochmal zusätzlich sparen, wenn man den Pass vorab im Angebot kauft.
Das muss allerdings jeder für sich selbst durchrechnen. Im Zweifel kann es günstiger kommen, die Attraktionen einzeln zu bezahlen.
Unnötig ist es in meinen Augen, sich den Pass zuschicken zu lassen. Die Kosten kann man sich sparen, da das Abholen total unkompliziert an mehreren Stellen möglich ist.

Nach ordentlich viel Fußmarsch meldete mein Magen nun ziemlichen Notstand.
Also schnell ne Pizza zum Mitnehmen organisiert. Sau lecker, aber dann von der Menge her hätten es auch zwei Stücke, statt nem ganzen Karton getan.
Nächstes mal also lieber wieder den Verstand, statt den Magen entscheiden lassen. Gut allerdings, dass es ne kleine Küche auf jeder Hoteletage gab, so hatte ich für den nächsten Tag gleich was zum Aufwärmen.

Kurz vorm Schlafengehen dann noch schnell ein Hotelzimmer Foto für die zuhause Gebliebenen und dann ab ins Bett.

Die nächsten Tage gibt es mehr Fotos und weniger Text. Versprochen!

lessons learned

  • Fliegen und vorher feiern ist nicht unbedingt die Idealkombination
  • A380 Upper-Deck und Singapore Airlines kann ich empfehlen
  • Selbst bei einem so großen Laden wie B&H sollte man anscheinend vorher vorbestellen
  • Die normale New Yorker Pizza reicht für drei
  • Meine Architektur und Städtefotografie Erfahrungen beschränkten sich bisher noch auf fast 0 und wurden am ersten Tag New York doch etwas reizüberflutet 😉

 

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