Sportlicher Jahresrückblick 2014

Nun ist der Januar schon fast rum, trotzdem gibt’s hier noch einen kleinen Jahresrückblick auf 2014. Befasse ich mich doch gerade mit der Saisonplanung für 2015.

2014 war für mich sportlich gesehen ein überaus erfolgreiches Jahr. Wichtig und gerne vergessen: Keine Verletzungen oder Krankheit! Wer schon mal mitten in der heißen Phase eine Grippepause einlegen durfte, weiß wovon ich rede.
Dadurch gab es in diesem Jahr keine ungeplanten Unterbrechungen. Wichtige Voraussetzung um seine sportlichen Ziele zu erreichen.

Nun aber zu den Zahlen. Rein sportlich habe ich mich dieses Jahr 5084 Kilometer weit bewegt. Das ist fast eine Verdopplung der Kilometer aus 2013. Da waren es noch 2776 km.
Hier mal eine Grafik der Zusammensetzung in nackten Zahlen.

2014_StatistikWoher diese Kilometersteigerung im Vergleich zu 2013? Ich denke die Hauptgründe sind die zwei gelaufenen Marathons, ein deutliches Plus an Rennrad Kilometern und kein Vereinsfußball mehr. Habe ich in 2013 noch viele Stunden auf dem Fußballplatz verbracht, trainierte ich in 2014 deutlich mehr nach eigenem Zeitplan. In den 14h sonstiges sind dennoch ein paar Fußball Einheiten versteckt 😉

Für die „too long didn’t read“ Fraktion habe ich am Ende des Beitrags noch eine Kurzusammenfassung der Wettkämpfe eingebaut. Für den Rest folgt jetzt die Langfassung.

Dieses mehr und vor allem kontinuierliche Training hat sich dann auch deutlich in meinen Wettkampfzeiten ausgewirkt. Bis zum Dezember gab es keine Sportpause von mehr als zwei Tagen hintereinander.
Wenn man all seine Ziele erreicht kann man ja zweierlei Ansicht sein. Entweder man hat sich die Ziele zu niedrig gesteckt oder eben auf den Punkt hart trainiert.
Ich glaube bei mir war es eine Mischung. Die Zeiten, die ich dieses Jahr gelaufen bin, waren für mich vor nicht allzu langer Zeit reines Wunschdenken.
Wer die Diskussionen vor jedem Wettkampf kennt, weiß, dass der allgemeine (Hobby)Sportler gerne zu Untertreibung und Wehwehchen neigt 🙂
„Gestern hat mir mein linker Zehennagel gezwickt… bin mir nicht sicher ob ich die Pace wirklich gehen kann“ oder „Die Katze meines besten Freundes hatte gestern Durchfall… ob ich mich da mal nicht angesteckt habe. Ich fühle mich heute gar nicht gut.“

Wenn wir ehrlich sind, ist es ja auch immer ein schöneres Gefühl sich vorher nicht zu viel zuzutrauen und die Leistung dann doch zu übertreffen.
Ich habe immerhin versucht mir realistische Ziele zu setzen. Dafür gibt es ja die verschiedensten Prognose Formeln. Unter anderem von Greif.
Ausgehend von meinem ersten Wettkampf 2014, habe ich mir dann die weiteren Ziele gesteckt.

Hermannslaufziel 2014 war ganz pragmatisch: Schneller als im letzten Jahr.
Das ist mir mit 2h 38min auch um 4 Minuten gelungen. 2013: 2h 42min.
Bei einem Start aus Gruppe A wäre da vllt. noch etwas mehr drin gewesen. Aber man braucht ja noch Ziele für 2015. Da habe ich mir eine Zeit von unter 2h 30min vorgenommen.

Auf Basis diverser Erfahrungen und Formeln aus dem Runnersworld Hermannslauf Thread, habe ich dann meine Zielzeit für den ersten Marathon auf 3h 30min festgelegt. Wobei die gängigen Formeln schwierig anzuwenden sind, wenn das Terrain nicht eben verläuft. Das war beim Gletschermarathon in Österreich ganz eindeutig der Fall. Daher bin ich dort überwiegend nach Puls gelaufen und konnte mit 3h 15min die Erwartungen an meinen ersten Marathon deutlich übertreffen.

Nächstes Highlight war Rad am Ring. Dort lautete mein Ziel schneller und konstanter als 2013. Auch das hat geklappt.

Wenn man denn mal einen Lauf hat, soll man das ja ausnutzen. Deshalb hatte ich mir für den Oktober vorgenommen meine 10km Bestzeit anzugreifen und im bestmöglichen Fall den 10er unter 40min zu laufen. Beste Zeiten bisher waren so um 42min 30sec.
Dafür habe ich vermehrt schnelle Intervalle ins Training eingebaut und konnte mein Tempo sukzessive steigern.
Ergebnis am 26.10. war dann eine 39min 39sec Zeit beim Wälle Lauf in Herford. Hätte mich jemand ein Jahr vorher nach so einer Zeit gefragt, hätte ich das so schnell nicht für möglich gehalten.
Ein Beispiel was konstantes Training ausmachen kann.

Bis zum Jahresabschluss mit dem Shenzhen Marathon habe ich dann einfach nur noch versucht, nicht zuviel Form zu verlieren. Die letzten Jahre habe ich nach dem Sommer immer deutlich abgebaut. Einfach auf Grund der Motivation und fehlender Wettkampfziele. Dadurch gab es im Frühjahr jedes mal fast einen Neuanfang. Das ist in diesem Jahr natürlich anders.

Da fällt die Zielsetzung für 2015 wirklich schwer. Denke ich werde es wieder machen wie 2014. Bis zum Hermannslauf gut trainieren und von da an gucken, wie es läuft.
Insgesamt will ich aber auf jeden Fall an deutlich mehr Rad Events teilnehmen und versuchen meine Laufzeiten auf dem Level von Ende 2014 zu festigen.
Schwer zu sagen, wie viel Aufwand für ein bisschen mehr nötig wäre. Ich lasse mich überraschen. Hat ja in 2014 schon gut funktioniert.

Hier noch die angedrohte Kurzfassung der Wettkampfstatistik:

7 Laufwettkämpfe (2x Marathon, 1x 31km, 3x 10km)
1 Triathlon (400m, 20km, 5km)
1 24h Radrennen

27.04 – 31km Hermannslauf
Zeit: 2h 38min
Nasses Wetter und Stau auf der Strecke. Ansonsten alles gut.

29.05. – 10km Volkslauf Oetinghausen
Zeit: 42min 49sec
Etwas Magen Darm Probleme gehabt. Der Schlussanstieg und ich werden auf jeden Fall keine Freunde mehr. Immerhin hat er gut getaugt um meinen Maximalpuls zu bestimmen!

06.07. – 42km Gletschermarathon im Pitztal
Zeit: 3h 15min
Erster Marathon überhaupt. Super idyllischer Lauf von der Gletschertalstation bis nach Imst. Am Ende dank einiger kleiner Anstiege und brennender Sonne ganz schön auf dem Zahnfleisch gegangen. Trotzdem super Lauf.

26.07. – Rad am Ring
7 Runden durch die grüne Hölle. Der Wettergott und ein tolles Team bescherten ein rundum gelungenes Wochenende.

23.08. – Triathlon Exter
Zeit: 1h:12min
Erster Triathlon überhaupt mit Dauerregen als Begrüßungsgeschenk.
Beim Schwimmen mit nahezu null Training fast abgesoffen. Dafür beim Radfahren und Laufen psychologisch wieder etwas aufgebaut worden.
Notiz an mich: Mit Schwimmtraining und besseren Wechselzeiten könnte Triathlon Spaß machen 😉

30.08. – 10km Volkslauf Minden
Zeit: 42min 13sec
Leicht veränderte, nicht mehr ganz so schnelle Strecke wie im Vorjahr. Strecke am Wettkampftag anders als vorher im Internet ausgeschrieben. Laut Garmin Uhr auch etwas länger als 10km.
Ohne spezielle Vorbereitung mal mit gelaufen. Lief besser als gedacht, aber der nicht enden wollende letzte Kilometer hat mir doch ein bisschen die Beine zerstört 😉

26.10. – 10km Wälle Lauf in Herfod
Zeit: 39min 39sec
Einfach mal versucht die 40min zu knacken und zum Glück passende Läufer vor mir gehabt, die mich mitgezogen haben. Gut organisierter Lauf mit leckerer Versorgung im Ziel.

07.12. – 42km Shenzhen Marathon
Zeit: 3h 19min
Toller Lauf ohne Zielsetzung zum Genießen. Schön auch mal flach zu laufen und das Tempo konstant halten zu können.

 

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